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Beschleunigung der Automobilentwicklung durch 3D-basierte Fertigungsprozesse

In den hochpräzisen Bereichen der Automobil- und Pharmatechnik wurde der Übergang vom Entwurf zur Produktion bislang durch die strukturellen Einschränkungen der 2D-Dokumentation behindert.


Diese Fallstudie liefert eine tiefgehende Analyse, wie Disa Automatización Industrial SL seine Beschaffungs- und Konstruktionsprozesse modernisiert hat, indem veraltete 2D-Arbeitsprozesse zugunsten einer 3D-orientierten digitalen Fertigungsstrategie aufgegeben wurden. Für ein Unternehmen, dessen 80 % der Produktion den Automobilsektor bedienen, war die Abkehr von manuellen Anmerkungen nicht nur eine operative Entscheidung, sondern eine strategische Notwendigkeit, um Datenintegrität sicherzustellen und in einem Markt mit beschleunigten Lieferzyklen wettbewerbsfähig zu bleiben.

Profilübersicht

Firma

Disa Automatización Industrial SL (Spanien)

Branche

Automobilindustrie

Pharmaindustrie

Robotik

Land

Spanien

Anwendungsbereich

Sondermaschinenbau

Prototypenbau

Konstruktionsvalidierung & DFM-Feedback

Service

CNC-Fräsen

CNC-Drehen

Blechbearbeitung

Oberflächenbehandlungen

Im Automobilsektor konstruieren wir kontinuierlich Sondermaschinen, bei denen jedes einzelne Bauteil unterschiedlich ist, und die größte Veränderung für unser Team war die vollständige Abschaffung von 2D-Zeichnungen. Früher habe ich einen erheblichen Teil meiner Zeit für manuelle Dokumentation aufgewendet, bei der es leicht zu Fehlern kommen konnte oder wichtige Angaben wie Toleranzen und PMI verloren gingen. Dieses Risiko besteht heute nicht mehr, da ich die 3D-Baugruppe direkt aus Autodesk Inventor in die Plattform hochlade. Das hat unsere Time-to-Market vollständig verändert; wenn die Konstruktion in meiner Software korrekt ist, weiß ich, dass sie auch bei der Lieferung durch meviy korrekt ist. Es ist einfach zu schnell und zu zuverlässig, um zur alten Arbeitsweise zurückzukehren.
ALBERTO OJEDA
Ingenieur

Projektprofil

Kunde
Disa Automatización Industrial SL (Spanien)
Branche
Automobilindustrie (80 %), Pharmaindustrie und Robotik
Zentrale Herausforderung
– Administrativer Aufwand durch die manuelle Erstellung von 2D-Zeichnungen.

– Hohes Risiko von Fehlern bei Annotationen und Toleranzen.

– Fehlende Synchronisation zwischen 3D- und 2D-Daten.
Warum wurde meviy als Partner ausgewählt?
Sofortige Angebotserstellung; Fertigung direkt aus 3D-Daten ohne 2D-Dokumentation; gleichbleibende Oberflächenqualität; stabile Preise
Genutzte Funktionen
CNC-Fräsen, Drehen und Blechbearbeitung (Eisen, Stahl, Aluminium); Oberflächenbehandlung; schräge Bohrungen
Messbare Ergebnisse
- 100%ige Abschaffung von 2D-Zeichnungen, wodurch pro Projekt mehrere Tage administrativer Aufwand entfallen.

- Reduzierung der Angebotszeit von mehreren Tagen auf wenige Sekunden durch digitales Feedback in Echtzeit.

- Keine Übertragungsfehler, sodass maßgeschneiderte Bauteile exakt der CAD-Konstruktion entsprechen.

- Verbesserter Margenschutz durch Preisstabilität und geringere Kosten bei Einzelteilbestellungen.

Vor meviy

In traditionellen Engineering-Umgebungen wirken 2D-abhängige Arbeitsprozesse wie eine „Reibungsverluststeuer“ auf Innovation. Für Disa führte die Abhängigkeit von manueller Dokumentation zu einer dauerhaften Entkopplung zwischen Konstruktionsabteilung und Fertigung, wodurch technische Kapazitäten gebunden und unnötige Verzögerungen in die Lieferkette eingebracht wurden.

Der Dokumentationsengpass

Der bisherige Prozess war durch mehrere Einschränkungen geprägt, die die technische Effizienz beeinträchtigten:


  • Manuelle Dokumentation kundenspezifischer Bauteile: Ingenieure waren gezwungen, nach Abschluss des 3D-CAD-Modells für jedes individuelle Bauteil umfangreiche 2D-Zeichnungen zu erstellen – eine repetitive Tätigkeit ohne Mehrwert.
  • Langwierige Lieferzeiten: Die Beschaffung über das lokale Lieferantennetzwerk war in der Regel mit einer Wartezeit von fünf bis sechs Wochen verbunden – ein Zeitrahmen, der zunehmend nicht mehr mit den Anforderungen der modernen Automobilindustrie vereinbar ist.
  • Datenfragmentierung und Verlust von PMI (engl. Product Manufacturing Information): Es bestand ein chronischer Mangel an Synchronisation zwischen 3D-CAD-Daten und 2D-Annotationen. Die manuelle Übertragung von Toleranzen und PMI führte häufig dazu, dass während der 2D-Konvertierung wichtige Konstruktionsinformationen verloren gingen.


Eskalation des Geschäftsrisikos


Diese Einschränkungen schwächten die Position des Unternehmens und störten die Wertschöpfungskette. Ingenieure verbrachten wertvolle Zeit mit Dokumentation statt mit Konstruktion und Neugeschäft, was Kapazität und Wachstum begrenzte.

Ohne sofortige Preisermittlung konnte das Team preissensiblen Kunden kein unmittelbares Kostenfeedback geben, was die Wettbewerbsfähigkeit verringerte.


Im Laufe der Zeit wurden manuelle Übertragungsfehler zu einem klaren Qualitäts- und Compliance-Risiko. Verlorene Annotationen führten zu Ausschussteilen und Verzögerungen in der Montage. Der Prozess erforderte strukturelle Veränderungen, nicht nur kleinere interne Anpassungen.

Entscheidungspunkt: Warum wurde meviy als Fertigungspartner für dieses Projekt ausgewählt?

Der Wechsel zu meviy war eine strategische Notwendigkeit und markierte den Übergang zu einer „3D-first“-Fertigungsphilosophie. Es wurde deutlich, dass traditionelle Lieferanten stark dokumentationsgetrieben und langsam waren; daher benötigte Disa einen Partner, der in der Lage ist, die kundenspezifische Fertigung in einen ebenso vorhersehbaren Prozess zu überführen wie die Beschaffung standardisierter Komponenten.

Die Auswahl basierte auf vier zentralen Säulen der digitalen Infrastruktur:


  • Digitale Infrastruktur
    Ingenieure können 3D-Dateien direkt in meviy hochladen. Der Arbeitsprozess macht 2D-Zeichnungen überflüssig.
  • Sofortige Angebotserstellung und Transparenz
    Das System aktualisiert Preise in Echtzeit. Alberto kann sofort erkennen, wie sich Änderungen bei Menge, Material oder Oberflächenbehandlung auf das Projektbudget auswirken.
  • Design-for-Manufacturability-Feedback
    Die Plattform prüft die Fertigungsgerechtheit bereits beim Upload. Wenn ein Merkmal nicht gefertigt werden kann, wird dies sofort erkannt, sodass Anpassungen noch vor Produktionsbeginn erfolgen können.
  • Vereinheitlichte Beschaffung
    Kundenspezifisch gefertigte Teile und standardisierte mechanische Komponenten wie Schrauben und Griffe können in einem einzigen digitalen Warenkorb bestellt werden. Dadurch wird die Lieferkette bei einem Anbieter gebündelt.
  • Qualität der Oberflächen
    Die Oberflächenqualität beim CNC-Fräsen erwies sich als gleichmäßiger als bei lokalen Alternativen. Alberto beschrieb den Prozess als vorhersehbar und zuverlässig, vergleichbar mit dem Kauf eines Standardbauteils.

Diese Umstellung beseitigte die zentralen Schwächen des lokalen Lieferantennetzwerks, indem manuelle Unsicherheiten durch eine standardisierte, digital ausgerichtete Benutzeroberfläche ersetzt wurden.

Nach der Einführung von meviy: Der Prozessablauf in der Praxis

Die Implementierung von meviy war ein iterativer Prozess. Über einen Zeitraum von zwei Jahren hat das Engineering-Team seine internen Konstruktionsparameter mit der digitalen Schnittstelle der Plattform abgestimmt, sodass die CAD-Standards vollständig mit den Anforderungen der automatisierten Fertigung synchronisiert wurden.

Der technische Umfang dieses modernisierten Arbeitsprozesses umfasst:


• Materialien & Oberflächen: präzise Umsetzung in Eisen, Stahl und Aluminium, einschließlich spezieller Schwarzeloxierung für bestimmte Automobilkomponenten.


• Komplexe Geometrien: nahtlose Umsetzung von schrägen Bohrungen und komplexen Oberflächen, die zuvor eine aufwendige 2D-Detaillierung erforderten.


• Iterative Konstruktionsanpassung: Die meviy-Plattform liefert detailliertes DfM-Feedback, z. B. durch das Markieren von Bohrungen, die zu nah an Wänden liegen, oder von Toleranzen außerhalb der realisierbaren Grenzen, wodurch eine sofortige Korrektur direkt in der CAD-Umgebung möglich ist.


Die Zuverlässigkeit dieser Synchronisation wird von Lead Engineer Alberto bestätigt: „Die wichtigste Veränderung ist, dass ich keine Zeichnungen mehr erstelle. Ich lade das 3D-Modell hoch. Wenn in meiner Software alles korrekt ist, wird es auch in meviy korrekt sein.“

Nachweis: Messbare Ergebnisse

Die digitale Fertigung hat variable Fertigungskosten in planbare, „standardisierte“ Kostenpositionen überführt und Disa dadurch operative Agilität verschafft.

Kriterium
Vor meviy
Mit meviy
Angebotsgeschwindigkeit
Mehrere Tage
Sekunden
Zeichnungsanforderung
Manuelle Erstellung pro Bauteil
100 % eliminiert
Übertragungsfehler
Hohes Risiko (manuelle Eingabe)
Keine (direkter CAD-Upload)
Preisstabilität
Volatil / marktabhängig
Hoch (historische Angebote werden eingehalten)

Was haben wir aus dem Fall Disa Automatización Industrial SL gelernt?

Die wichtigste Veränderung ist, dass ich keine Zeichnungen mehr erstelle. Ich lade das 3D-Modell hoch. Wenn in meiner Software alles korrekt ist, wird es auch in meviy korrekt sein.

In meinem Fall ist es wirtschaftlicher und das Ergebnis besser als bei anderen Lieferanten. Ich habe vor zwei Jahren ein Bauteil bestellt und der Preis ist heute derselbe. Materialpreise ändern sich, aber meviy hat das Angebot eingehalten.

Als ich viele Zeichnungen erstellt habe, habe ich Fehler gemacht und Annotationen oder Toleranzen verloren. Jetzt lade ich das 3D-Modell direkt hoch. Dieses Problem ist verschwunden.

Breitere geschäftliche Auswirkungen

Die Transformation bei Disa dient als klare Blaupause für Unternehmen, die ihren Engineering-to-Procurement-Prozess modernisieren möchten. In präzisionsintensiven Branchen hat sich der Übergang zu einem 3D-first-Modell von einem Wettbewerbsvorteil zu einer strategischen Notwendigkeit entwickelt.

Drei zentrale strategische Erkenntnisse:


1. Beschleunigung der NPI (New Product Introduction): Durch den Wegfall der 2D-Zeichnungsphase wird ein unmittelbarer Übergang von CAD zur Produktion ermöglicht, wodurch sich die Einführungszeiten neuer Produkte erheblich verkürzen.


2. Optimierung von Lagerbestand und Stückliste (BOM): Ohne Mindestbestellmengen unterstützt Disa schlankere Abläufe, indem individuelle Bauteile nur bei Bedarf bestellt werden, wodurch gebundenes Kapital in überhöhten Beständen reduziert wird.


3. CapEx-Effizienz: Die meviy-Plattform bietet sofortigen Zugang zu fortschrittlichen CNC- und Blechbearbeitungsfähigkeiten, ohne dass hohe interne Investitionen in Maschinen erforderlich sind.

Ausblick

Mit der Weiterentwicklung der Partnerschaft plant Disa, noch komplexere Geometrien und spezialisierte Rohrgewinde in seinen digitalen Arbeitsprozess zu integrieren. Die meviy-Plattform hat die Fertigung von Kleinserien mit hoher Komplexität erfolgreich in ein standardisiertes, zuverlässiges digitales Asset überführt.